Thomas Boehm erhält den Max-Cooper-Preis für Immunologie 2026

Auszeichnung für Pionierarbeit in der evolutionären Immunologie

3. September 2026

Thomas Boehm, Forschungsgruppenleiter am Max-Planck-Institut für Biologie in Tübingen und emeritierter Direktor des Max-Planck-Instituts für Immunbiologie und Epigenetik in Freiburg, wurde gemeinsam mit Klaus Rajewsky vom Max-Delbrück-Zentrum für Molekulare Medizin in Berlin und Tadatsugu Taniguchi von der Universität Tokio mit dem Max-Cooper-Preis für Immunologie 2026 ausgezeichnet

Thomas Boehm erhält für seine Pionierarbeit in der evolutionären Immunologie den Max-Cooper-Preis für Immunologie 2026. Er teilt sich die Auszeichnung mit den beiden Immunologen Klaus Rajewsky vom Max-Delbrück-Zentrum für Molekulare Medizin in Berlin und Tadatsugu Taniguchi von der Universität Tokio. Durch den Vergleich der Immunsysteme verschiedener Wirbeltierarten hat Thomas Boehm grundlegenden, konservierten Prinzipien aufgedeckt, die der Evolution und Funktionsweise der adaptiven Immunität zugrunde liegen. Seine Forschung hat das aktuelle Verständnis des Immunsystems immer wieder erweitert und ein völlig neues Verständnis von der Evolution und Funktionsweise des Immunsystems ermöglicht. 

„Es ist eine große Ehre für mich, diese renommierte Auszeichnung zusammen mit zwei geschätzten Kollegen zu erhalten“, sagt Boehm. „Max Cooper ist einer meiner großen wissenschaftlichen Vorbilder; er verkörpert die seltene Kombination aus einem hervorragenden Arzt und einem brillanten Wissenschaftler und war ein Vorbild für meine eigene Arbeit.“

Die Preisverleihung findet im Rahmen des Emory-Max-Cooper-Preis-Symposiums am 29. September 2026 statt. 

Über den Emory Max Cooper Prize

Der mit 100.000 Dollar dotierte Emory-Max-Cooper-Preis für Immunologie ist eine jährliche Auszeichnung zu Ehren von Dr. Max D. Cooper, dessen bahnbrechende Entdeckungen unser Verständnis des adaptiven Immunsystems für immer verändert haben. Max D. Cooper kam 2008 an die Emory University und ist „Georgia Research Alliance Eminent Scholar“ sowie Professor am Institut für Pathologie und Labormedizin der Emory University School of Medicine und am Emory Vaccine Center, außerdem Mitglied des Krebsimmunologie-Forschungsprogramms am Winship Cancer Institute der Emory University. Er ist weithin bekannt für seine Entdeckung der B-Zellen und für seine bahnbrechenden Studien zur Evolution des Immunsystems.

Über Thomas Boehm

Thomas Boehm studierte Humanmedizin an der Johann Wolfgang-Goethe-Universität in Frankfurt am Main mit Studienaufenthalten an der Columbia University in New York und am Royal Marsden Hospital in London. 1982 promovierte Thomas Boehm in Frankfurt, wo er sich im Jahr 1988 auch habilitierte. Einer fünfjährigen Tätigkeit am MRC Laboratory of Molecular Biology in Cambridge (GB) folgten eine Professur für Medizinische Molekularbiologie an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg und eine Professur für Experimentelle Therapie am Deutschen Krebsforschungszentrum Heidelberg. Von 1998 bis 2024 war Thomas Boehm Direktor der Abteilung „Entwicklung des Immunsystems“ am Max-Planck-Institut für Immunbiologie und Epigenetik in Freiburg und Honorarprofessor an der Medizinischen Fakultät der dortigen Universität. Seit 2024 forscht er als Emeritus zur „Evolution Adaptiver Immunsysteme bei Wirbeltieren“ Max-Planck-Institut für Biologie in Tübingen.

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