Retrospektive über den Nobelpreisträger und Max-Planck Direktor Georges Köhler

MaxPlanckForschung widmet eine Retrospektive Leben und Forschung von Georges Köhler – Nobelpreisträger 1984 und früheren Direktor des Max-Planck-Instituts für Immunbiologie

6. Oktober 2016
Georges Köhler im Labor.

Die aktuelle Ausgabe der MaxPlanckForschung (03/2016), das Wissenschaftsmagazin der Max-Planck-Gesellschaft, widmet ein umfassendes Portrait dem Leben und wissenschaftlichen Wirken des früheren Max-Planck Direktors Georges Köhler. Der Beitrag gibt einen faszinierenden Einblick in die Geschichte der Entwicklung sogenannter monoklonalen Antikörper. Köhler gelang es Mitte der 1970er Jahr durch die Verschmelzung von weißen Blutkörperchen mit Tumorzellen eines der vielleicht nützlichsten Forschungswerkzeuge der Immunologie zu erzeugen, mit dem in großer Anzahl identische und maßgeschneiderte Antikörper gegen praktisch jedes Antigen erzeugt werden können. Noch heute sind monoklonale Antikörper aus der medizinischen Diagnostik und Therapie nicht wegzudenken.

Zusammen mit Niels Kaj Jerne und César Milstein erhielt der Immunologe Köhler 1984 folglich auch den Nobelpreis für Medizin. Seit 1984 war Georges Köhler Direktor des Max-Planck-Institut für Immunbiologie in Freiburg und Professor an der Universität Freiburg. Sein viel zu früher Tod im Jahr 1995 war ein großer Verlust für das Institut und die gesamte Wissenschaftsgemeinde. Georges Köhler hätte in diesem Jahr seinen 70. Geburtstag gefeiert.

Liaison im Reagenzglas von Elke Maier. MaxPlanckForschung 2016/2, p. 76-77.

Zur Redakteursansicht