Leitung der Einheit

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Dr. Benoit Kanzler
Telefon:+49 761 5108 -563/ -672/ -543

Ausgewählte Publikationen

1.
Balbach ST, Esteves TC, Houghton FD, Siatkowski M, Pfeiffer MJ, Tsurumi C, Kanzler B, Fuellen G, Boiani M. (2012)
Nuclear reprogramming: kinetics of cell cycle and metabolic progression as determinants of success.
2.
Bedzhov I, Liszewska E, Kanzler B, Stemmler MP. (2012)
Igf1r signaling is indispensable for preimplantation development and is activated via a novel function of E-cadherin.
3.
Corbeaux T, Hess I, Swann JB, Kanzler B, Haas-Assenbaum A, Boehm T (2010)
Thymopoiesis in mice depends on a Foxn1-positive thymic epithelial cell lineage.

Videos

Langsame & programmierbare Kryokonservierung von Mausembryonen (langsames Einfrieren)

Das langsame Einfrieren ist wohl bis heute die weltweit am häufigsten angewandete Methode zum Einfrieren von Zellen. Dabei werden nach Zusatz von spezieller Kryoprotektiva (Gefrierschutzmittel), die die Eiskristallbildung in den Zellen verhindern, die Zellen computergesteuert schrittweise bis auf -196 Grad Celsius abgekühlt. Dadurch wird eine Langzeitlagerung der Zellen bei Stillstand der biologischen Prozesse in der Zelle ermöglicht.

Mausembryovitrifikation mithilfe von Kryophiolen

Die Vitrifizierung (dt. Verglasung) ist ein neueres und wesentlich schnelleres Verfahren der Kryokonservierung. Das schnellere Abkühlen wird durch flüssigen Stickstoff erreicht. Zuvor wird den Zellen jedoch durch Zugabe bestimmter Lösungen das intrazelluläre Wasser entzogen wird, so dass die Bildung von zellzerstörenden Eiskristallen unterbunden wird. Im Vergleich zum langsamen Einfrieren benötigt diese Methode viel Fingerspitzengefühl und Erfahrung seitens des Experimentators.

Einheit für Transgene Mäuse

Einheit für Transgene Mäuse

Es hat Millionen von Jahren gedauert zu entdecken, dass das Genom künstlich verändert werden kann, aber nur wenige Jahrzehnte, um die notwendigen Methoden zu entwickeln und so zu verfeinern, dass sich das Erbgut heute fast „nach Wunsch“ verändern lässt. Da sich viele genbasierte menschliche Erkrankungen nur im Gesamtorganismus untersuchen lassen, wurde die Maus – spätestens mit der Entzifferung des Human- und Maus-Genoms – zu einem der bevorzugten Modell-Organismen. Auch um die Komplexität der Säugetierentwicklung und Zelldifferenzierung zu entschlüsseln, hat die Mausforschung einen entscheidenden Beitrag geleistet.

Stammzellgewinnung aus einer Mausblastozyste. Bild vergrößern
Stammzellgewinnung aus einer Mausblastozyste.

Die Einheit für transgene Mäuse des Max-Planck-Instituts für Immunbiologie und Epigenetik wurde 1995 gegründet, um Mäuse erfolgreich und effizient genetisch zu modifizieren. Seitdem können sich die Wissenschaftler noch stärker auf biologische statt auf technische Aspekte konzentrieren. Wir sind bestrebt, modernste Transgen- und Gene-Targeting-Technologien zeitsparend und kostengünstig zu Verfügung zu stellen. Neue Maus-Linien, z. B. "Knockouts" oder konditionelle Mutanten, werden entweder durch Gentransfer (via pronukleäre Mikroinjektion von DNA-Konstrukten in befruchtete Eizellen) oder durch gezielte Mutagenese erzeugt (via Mikroinjektion embryonaler Stamm (ES)-Zellen in Blastozysten oder 8-Zell-Embryos erzeugt, sowie über diploide oder tetraploide ES/Morula-Aggregationen).

In unserer Einheit ist es möglich, einen SPF (specific pathogen free)-Zustand der Tiere aufrecht zu erhalten. Außerdem können genetisch modifizierte Tiere in speziell belüfteten Haltungssystemen untergebracht werden. Die Systeme werden von intensiv geschulten und erfahrenen Tierpflegern gewartet. Die Reimplantation mikroinjizierter Zellen findet innerhalb dieser Barriere unter strengen Steril-Bedingungen statt. Serologie Tests einzelner Tiere werden systematisch durchgeführt, um deren Gesundheitszustand zu überwachen.

In den letzten drei Jahren hat die Einheit für transgene Mäuse erzeugt:

  • Durch ES-Zell-Mikroinjektion: 900 ES-Zell-Mauslinien
  • Durch DNA-Pronuklear-Injektion: 516 transgene Mauslinien

Weitere Informationen zu den Services der Einheit für transgene Mäuse finden Sie auf der englischen Seite.

 
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