Leitung der Einheit

Dr. Benoit Kanzler
Dr. Benoit Kanzler
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Ausgewählte Publikationen

1.
Hirakawa M, Nagakubo D, Kanzler B, Avilov S, Krauth B, Happe C, Swann JB, Nusser A, Boehm T (2018)
Fundamental parameters of the developing thymic epithelium in the mouse.
2.
Hoffmeyer K, Junghans D, Kanzler B, Kemler R (2017)
Trimethylation and Acetylation of β-Catenin at Lysine 49 Represent Key Elements in ESC Pluripotency.
3.
Tamowski S, Luo J, Kanzler B, Whitelaw B, Crispo M, Doglio L, Jerchow B, Parker-Thornburg J. (2016)
TT2016 meeting report on the 13th Transgenic Technology meeting in Prague, Czech Republic.
4.
Balbach ST, Esteves TC, Houghton FD, Siatkowski M, Pfeiffer MJ, Tsurumi C, Kanzler B, Fuellen G, Boiani M. (2012)
Nuclear reprogramming: kinetics of cell cycle and metabolic progression as determinants of success.
5.
Bedzhov I, Liszewska E, Kanzler B, Stemmler MP. (2012)
Igf1r signaling is indispensable for preimplantation development and is activated via a novel function of E-cadherin.
6.
Corbeaux T, Hess I, Swann JB, Kanzler B, Haas-Assenbaum A, Boehm T (2010)
Thymopoiesis in mice depends on a Foxn1-positive thymic epithelial cell lineage.

Videos

Langsame & programmierbare Kryokonservierung von Mausembryonen (langsames Einfrieren)

Das langsame Einfrieren ist wohl bis heute die weltweit am häufigsten angewandete Methode zum Einfrieren von Zellen. Dabei werden nach Zusatz von spezieller Kryoprotektiva (Gefrierschutzmittel), die die Eiskristallbildung in den Zellen verhindern, die Zellen computergesteuert schrittweise bis auf -196 Grad Celsius abgekühlt. Dadurch wird eine Langzeitlagerung der Zellen bei Stillstand der biologischen Prozesse in der Zelle ermöglicht.

Mausembryovitrifikation mithilfe von Kryophiolen

Die Vitrifizierung (dt. Verglasung) ist ein neueres und wesentlich schnelleres Verfahren der Kryokonservierung. Das schnellere Abkühlen wird durch flüssigen Stickstoff erreicht. Zuvor wird den Zellen jedoch durch Zugabe bestimmter Lösungen das intrazelluläre Wasser entzogen wird, so dass die Bildung von zellzerstörenden Eiskristallen unterbunden wird. Im Vergleich zum langsamen Einfrieren benötigt diese Methode viel Fingerspitzengefühl und Erfahrung seitens des Experimentators.

Einheit für Transgene Mäuse

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Einheit für Transgene Mäuse

Es hat Millionen von Jahren gedauert zu entdecken, dass das Genom künstlich verändert werden kann, aber nur wenige Jahrzehnte, um die notwendigen Methoden zu entwickeln und so zu verfeinern, dass sich das Erbgut heute fast „nach Wunsch“ verändern lässt. Da sich viele genbasierte menschliche Erkrankungen nur im Gesamtorganismus untersuchen lassen, wurde die Maus – spätestens mit der Entzifferung des Human- und Maus-Genoms – zu einem der zentralen Modell-Organismus innerhalb der biomedizinischen Forschung. Stand heute ist die Maus die beste Wahl für intakte Organismen zur Modellierung genetisch bedingter menschlicher Krankheiten. Auch bei der Entschlüsselung der Komplexität der Säugetierentwicklung und Zelldifferenzierung hat die Mausforschung einen entscheidenden Beitrag geleistet.

Oben: Injektionen embryonaler Stammzellen in eine Maus-Blastozyste; links: Mikroinjektionskammer auf einem invertierten Mikroskop; rechts: Präimplantationsstadien der Embryonalentwicklung der Maus. Bild vergrößern
Oben: Injektionen embryonaler Stammzellen in eine Maus-Blastozyste; links: Mikroinjektionskammer auf einem invertierten Mikroskop; rechts: Präimplantationsstadien der Embryonalentwicklung der Maus. [weniger]

Die Transgenic Mouse Core Facility (TMCF) ist bestrebt, qualitativ hochwertige, hochmoderne transgene und assistierte Reproduktionstechnologien zeit- und kosteneffizient anzubieten. Wir stellen Forschern neuartige Mauslinien zur Verfügung, die entweder durch Transgenese (durch Pronuklear/Zytoplasmatische Mikroinjektion spezifischer DNA-Konstrukte in befruchtete Eizellen) oder gezielte Mutagenese (durch Mikroinjektion embryonaler Stammzellen (ES-Zellen) in Blastozysten oder 8-zellige Embryonen im Stadium sowie durch verschiedene CRISPR/Cas9-Ansätze) erzeugt werden, z.B. "Knockouts", bedingte Mutanten oder geneduzierte Tiere. Zu den Standarddienstleistungen der assistierten Reproduktionstechnologien gehören IVF, Embryotransfer, Import/Export von Mauslinien sowie die Kryokonservierung von Embryonen und Spermien.

Unsere barrieregestützte transgene Forschungseinrichtung gewährleistet einen spezifischen pathogenfreien (SPF) Gesundheitsstatus und beherbergt gentechnisch veränderte Mäuse in individuell belüfteten Käfigsystemen (IVC), die von speziell geschultem und qualifiziertem Tierpflegepersonal betreut werden. Embryonen (z.B. mikromanipuliert, zur Revitalisierung oder aus importierten Mauslinien) werden unter strengen sterilen Bedingungen in pseudoschwangere Pflegemütter in diesen Barrierebereich übertragen. Serologieuntersuchungen an ausgewählten Tieren werden systematisch durchgeführt, um ihren Gesundheitszustand zu dokumentieren. Erst nach der Identifizierung von Keimbahn-Transmittern sind die Forschenden für die Züchtung und Analyse ihrer Mauslinien unter strikter Einhaltung des deutschen Rechts verantwortlich sein.

Wir unterstützen und fördern die 3R-Grundsätze innerhalb unserer Experimente, indem wir uns bemühen, neue Technologien zu entwickeln und umzusetzen, wie z.B.: neue Wege, um möglichst präzise und gezielte Veränderungen am Genom vorzunehmen, durch die Nutzung des CRISPR/Cas9-Techniken, durch die Steigerung der Effizienz der verschiedenen Methoden assistierten Reproduktion sowie durch die Minimierung von Schmerzen, indem wir die Injektionsanästhesie durch Inhalationsanästhesie ersetzen.

Weitere Informationen zu den Services der Einheit für transgene Mäuse finden Sie auf der englischen Seite.

 
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