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Dr. Nina Cabezas-Wallscheid
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Marcus Rockoff
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Von schlafenden und aggressiven Stammzellen

Pressemitteilung des GSCN

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Stammzellforschungspreis für Nina Cabezas-Wallscheid

Deutsches Stammzellnetzwerk (GSCN) verleiht Max-Planck-Forscherin den GSCN 2018 Young Investigator Award

21. August 2018

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Dr. Nina Cabezas-Wallscheid

Dr. Nina Cabezas-Wallscheid erhält den Preis „GSCN 2018 Young Investigator Award“ für ihre herausragenden Forschungsarbeiten als Nachwuchswissenschaftlerin. Am Max-Planck-Institut für Immunbiologie und Epigenetik in Freiburg untersucht sie mit ihrem Team die Bedingungen, die Blutstammzellen in einen schlafähnlichen Grundzustand versetzen. Während die Aktivitätsphasen von Blutstammzellen nach Entzündungen oder Verletzungen gut erforscht sind, ist der molekulare Pfad zurück in den Ruhezustand noch weitgehend ungeklärt.

Diese Schlafphasen schützen die Stammzellen vor genomischen Mutationen durch überschnelle Zellteilungen oder Stressereignisse wie Chemotherapie und erhalten ihre lebenslange Funktionalität. Blutstammzellen finden sich im Knochenmark und bilden das ganze Leben lang die verschiedenen Zelltypen des Blutes. Kommt es dabei zu einer Störung, erhöht sich die Chance zu einer Fehlentwicklung wie beispielsweise bei Leukämie. Noch sind die Entstehungsbedingungen von Blutkrebs weitgehend unbekannt.

In neueren Studien könnte Nina Cabezas-Wallscheid zeigen, dass auch die Ernährung einen Einfluss auf den Schlaf- und Wachzustand der Blutstammzellen und damit die Herstellung gesunder Blutzellen hat: So fördert Retinolsäure, ein Vitamin A-Metabolit, die Fähigkeit aktiver Blutstammzellen, in den Ruhezustand zurückzukehren und sich somit vor schädlichen Einflüssen zu schützen.

Für ihre Forschungen zu den Fragen, welche Signalwege und biochemische Reize den Schlaf der Blutstammzellen anregen oder auch stören, erhält Nina Cabezas-Wallscheid nun den GSCN 2018 Young Investigator Award. Der Preis ist mit 1500 Euro dotiert und wird vom Deutschen Stammzellnetzwerk (GSCN) im September 2018 offiziell verliehen.

GSCN

Das deutsche Stammzellnetzwerk (englisch: German Stem Cell Network (GSCN)) ist eine Netzwerkorganisation, die am 7. Mai 2013 durch ein Gründungskomitee von 12 deutschen Stammzellforschern aus Universitäten und außeruniversitären Forschungseinrichtungen in Berlin gegründet wurde. Das Netzwerk hat die Förderung der grundlagen- und anwendungsorientierten Stammzellforschung in Deutschland zum Ziel. Es möchte zudem die Forschung und Forschungsergebnisse einer breiten Öffentlichkeit zugänglich machen und versteht sich als eine Schnittstelle zwischen Wissenschaft, Bildung, Politik und Gesellschaft. Auf der jährlich stattfindenden Konferenz werden verschiedende Preise an herausragende Forscherinnen und Forscher im Feld der Stammzellforschung verliehen: der GSCN Young Investigator Award (2018 an Nina Cabezas-Wallscheidvom MPI für Immunbiologie und Epigenetik, Freiburg, der GSCN Female Scientist Award (2018 an: Maria Elena Torres-Padilla vom Institut für Epigenetik und Stammzellen am Helmholtz Zentrum München) und der GSCN Publication of the Year Award (2018 an: Maja Milanovic von der Charité Berlin und Clemens Schmitt von der Charité und dem Max-Delbrück-Centrum in Berlin). Die drei Preise sind jeweils mit 1500 Euro dotiert. Die offizielle Preiseverleihung findet während des Presidential Symposium am Donnerstag, den 20. September, auf der diesjährigen Stammzellkonferenz des GSCN vom 19. Bis zum 21. September 2018 in Heidelberg statt.

CV

Dr. Nina Cabezas-Wallscheid, geboren 1982, studierte Biotechnologie (M.Sc.) an der Autonomen Universität Barcelona, Spanien und der Universität Parma in Italien. Sie promovierte bei Dr. Ernesto Bockamp mit einer Studie zu AML1-ETO – einem Subtyp der akuten myeloischen Leukämie (AML) an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (2006-2010). Dabei zeigte sie basierend auf einem neuartigen Mausmodell die Entwicklung der Transkriptionslandschaften und die Etablierung von Krebs-Stammzellenhierarchien. Während ihres Doktorats war sie auch als Gastwissenschaftlerin am Harvard Stem Cell Institute in Boston, USA im Labor von Prof. David Scadden tätig.

Von 2011 bis 2017 war Nina Cabezas-Wallscheid Post-Doc in der Abteilung „Stammzellen und Krebs“ (Prof. Andreas Trumpp) am Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) in Heidelberg. Hier konzentrierten sich ihre Forschungen auf die Identifizierung von Regulierungsnetzwerken in adulten HSZ sowie multipotenten Stammzell-Kompartments und auf die Untersuchung der Mechanismen, die den Ruhezustand von HSZ aufrechterhalten. Seit 2017 ist Cabezas-Wallscheid Forschungsgruppenleiterin in der Abteilung „Zelluläre und Molekulare Immunologie“ von Prof. Rudolf Grosschedl am MPI-IE Freiburg. Ebenfalls in 2017 erhielt Sie einen der prestigeträchtigen ERC Startings Grant des Europäischen Forschungsrats.

 
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