Labor Eirni Trompouki

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Labor Eirini Trompouki

Die Bildung von Blutzellen jedweder Art wird als Hämatopoese bezeichnet. Nur ausgesprochen wenige hämatopoetische Stammzellen (HSZ) sind dafür verantwortlich, die Balance zwischen unterschiedlichen Blutzell-Typen aufrechtzuhalten und das System im Falle von Stress, etwa durch Infektionen, Trauma oder Bestrahlung, wieder aufzufüllen. Extrazelluläre Signalwege liefern Informationen an die HSZ, welche durch spezifische Signal-Transkriptionsfaktoren in zelluläre Vorgänge übersetzt werden.

Uns interessieren insbesondere Entzündungsvorgänge, bei denen erst kürzlich gezeigt wurde, dass sie an der Stilllegung und Regeneration von HSZ beteiligt sind. Bislang war man davon ausgegangen, dass HSZ indirekt auf Entzündungssignale reagieren, lediglich, um hämatopoetische Zellen wieder aufzufüllen. Erst kürzlich wurde nachgewiesen, dass HSZ direkt Entzündungssignale wahrnehmen und darauf reagieren können; dies gilt nicht nur im Falle einer Infektion, sondern auch unter stabilen Bedingungen. Akute Entzündungssignale beeinflussen die Stilllegung von HSZ und eine chronische Belastung kann zur Erschöpfung von HSZ führen und so möglicherweise bösartige hämatopoetische Veränderungen verursachen.

Unter Verwendung der Modell-Organismen Zebrafisch und Maus möchten wir verstehen, wie diese Vorgänge das Abschalten von HSZ kontrollieren und wie sie die hämatopoetische Differenzierung und Regeneration beeinflussen. Wir interessieren uns in erster Linie dafür, wie Entzündungssignale die transkriptionelle Landkarte von HSZ modulieren. Das grundlegende Ziel ist es zu verstehen, wie wir hämatopoetische Stammzellen manipulieren können und die hämatopoetischen Ergebnisse während Stress und Krankheit verbessern können.