Exzellenzcluster

Die Exzellenzstrategie ist ein Förderprogramm von Bund und Ländern zur Stärkung von Forschung und Lehre an deutschen Hochschulen. Forscherinnen und Forscher des MPI für Immunbiologie und Epigenetik sind maßgeblich an zwei Exzellenzclustern an der Universität Freiburg beteiligt.

Die Exzellenzstrategie ist ein Förderprogramm des Bundes und der Länder zur dauerhaften Unterstützung der Spitzenforschung an deutschen Hochschulen. Forscherinnen und Forscher der Universität Freiburg, des Universitätsklinikums und des MPI für Immunbiologie und Epigenetik waren in dem bundesweiten Wettbewerb um die begehrten Exzellezcluster sehr erfolgreich. Ihre Anträge für zwei Exzellenzcluster im biomedizinischen Bereich, CIBSS & BIOSS, wurden in den bisherigen Förderrunden der DFG ausgewählt.

CIBSS

»CIBSS - Centre for Integrative Biological Signalling Studies« ist ein neu geförderter Exzellenzcluster an der Universität Freiburg. Der Cluster hat zum Ziel ein umfassendes Verständnis von Signalprozessen zu entwickeln – über jeglich biologische Skalen hinweg: von Molekülen zu Organen und von Mikrosekunden bis hin zu ganzen Lebenszyklen. CIBSS wurde im Rahmen der Exzellenzinitiative 2018 für eine Förderung ausgewählt. Durch die Integration der Signalforschung mit der Synthetischen Biologie, der Chemischen Biologie und dem aufstrebenden Gebiet der Metabolismusforschung will CIBSS grundlegende Erkenntnisse auf dem Gebiet der Signalforschung gewinnen und neue Möglichkeiten zur Bewältigung globaler Herausforderungen in der Biomedizin und den Pflanzenwissenschaften eröffnen.

CIBSS bringt hierzu exzellente Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus den Lebenswissenschaften, der Medizin und den Ingenieurwissenschaften sowie aus Chemie, Mathematik und Rechtswissenschaften zusammen, um biologische Kommunikation auf allen Ebenen zu verstehen: von einzelnen Molekülen bis hin zum Gesamtorganismus, von biochemischen Reaktionen, die in Mikrosekunden ablaufen, bis hin zu biologischen Signalen, die ein Leben lang andauern, von Kommunikationsprozessen in einfachen, einzelligen Pilzen bis hin zu denen in Pflanzen, Tieren und Menschen.

Direktorinnen und Gruppenleitungen des MPI für Immunbiologie und Epigenetik sind maßgeblich am neuen Forschungscluster der Universität Freiburg beteiligt: Asifa Akhtar, Nina Cabezas-Wallscheid, Dominic Grün, Valérie Hilgers, Nicola Iovino, Edward Pearce, Erika Pearce, Ritwick Sawarkar, Eirini Trompouki

BIOSS

»BIOSS - Centre for Biological Signalling Studies« war ein Exzellenzcluster der Universität Freiburg. Ziel des Clusters war es, die biologische Signaltransduktion und -verarbeitung besser zu verstehen, die für die Entwicklung und Aufrechterhaltung des Lebens essentiell ist. BIOSS wurde in der Exzellenzinitiative 2006 für zunächst 5 Jahre ausgewählt. Im Jahr 2012 wurde die Förderung für weitere fünf Jahre verlängert.

BIOSS hat erstmals die Signalforschung mit Methoden der Synthetischen Biologie zusammengeführt. Es wandte moderne Analysemethoden und Strategien der Synthetischen Biologie an, um komplexe biologische Signalprozesse zu verstehen und zu steuern. In enger Zusammenarbeit von Biologie, Medizin und Ingenieurwissenschaften entwickeln BIOSS-ForscherInnen Strategien und Geräte, um die Signale zu entschlüsseln und für medizinische Zwecke zu modifizieren, die das Leben in und zwischen Zellen regeln.

Das erfolgreichen Cluster stand nicht nur für wissenschaftliche Exzellenz in der Grundlagen- und Angewandten Forschung, sondern widmet sich auch der Ausbildung des wissenschaftlichen Nachwuchs. (SGBM) gewidmet. Das MPI für Immunbiologie und Epigenetik war ein zentraler Partner bei diesen Forschungsaktivitäten. Zu den Teilnehmern des MPI-IE gehörten unter anderem die DirektorInnen Asifa Akhtar und Rudolf Grosschedl.

Nach umfangreicher Förderung durch die DFG (2006-2017) wurde BIOSS mit Mitteln des Landes Baden-Württemberg und der Universität Freiburg ab 2019 auf eine permanente Basis gestellt.

 
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