Zahlen und Fakten

Jedes Tier wird bei uns genau erfasst und Tierzahlen werden jährlich an das Regierungspräsidium Freiburg übermittelt. Vom Bundesinstitut für Risikobewertung wird eine deutschlandweite Statistik zu den eingesetzten Tieren in Versuchen veröffentlicht.

Tierversuche 2020 nach Tierart und Anzahl

Tierart Anzahl Prozent
Maus 18.403 85%
Zebrafisch 3.162 15%
Andere Fische 42 < 1%
Gesamt 21.607 100%

Am MPI-IE werden vor allem Mäuse für die Versuche genutzt. Zebrafische und andere Fischarten, wie zum Beispiel Karpfen, Forellen, Neunaugen und Hechte, machen ca. 16% der eingesetzten Tiere aus.

Art der Versuche nach Schweregraden

Mehr als 40% der Tiere werden für Organentnahmen ohne eine Behandlung oder einen experimentellen Eingriff genutzt.

In den eigentlichen Tierversuchen erfahren die meisten Tiere (46%) geringe Belastungen und 10% mittelgradige Beeinträchtigungen. Unter 1% der verwendeten Tiere sind dem Belastungsgrad „schwer“ zuzuordnen.

 

Schweregraddefinitionen nach EU-Richtlinie 2010/63/EU

Keine Wiederherstellung der Lebensfunktion
Verfahren, die gänzlich unter Vollnarkose durchgeführt werden, aus der das Tier nicht mehr erwacht, werden als „keine Wiederherstellung der Lebensfunktion“ eingestuft.


Gering
Verfahren, bei denen zu erwarten ist, dass sie bei den Tieren kurzzeitig geringe Schmerzen, Leiden oder Ängste verursachen sowie Verfahren ohne wesentliche Beeinträchtigung des Wohlergehens oder des Allgemeinzustands der Tiere werden als „gering“ eingestuft.


Mittel
Verfahren, bei denen zu erwarten ist, dass sie bei den Tieren kurzzeitig mittelstarke Schmerzen, mittelschwere Leiden oder Ängste oder lang anhaltende geringe Schmerzen verursachen sowie Verfahren, bei denen zu erwarten ist, dass sie eine mittelschwere Beeinträchtigung des Wohlergehens oder des Allgemeinzustands der Tiere verursachen, werden als „mittel“ eingestuft.


Schwer
Verfahren, bei denen zu erwarten ist, dass sie bei den Tieren starke Schmerzen, schwere Leiden oder Ängste oder lang anhaltende mittelstarke Schmerzen, mittelschwere Leiden oder Ängste verursachen sowie Verfahren, bei denen zu erwarten ist, dass sie eine schwere Beeinträchtigung des Wohlergehens oder des Allgemeinzustands der Tiere verursachen, werden als „schwer“ eingestuft.


 

 

Informationen der Max-Planck-Gesellschaft

Auf einem lilafarbenen Handschuh sitzt eine Maus mit braunem Fell und blickt in die Kamera
Das Themenportal Tierversuche der Max-Planck-Gesellschaft bietet einen umfassenden Einblick in den wissenschaftlichen, ethischen aber auch gesellschaftlichen Diskurs, der mit der tierexperimentellen Forschung einhergeht. mehr
Cover der Grundsatzerklärung der MPG zu Tierversuchen
Die Max-Planck-Gesellschaft betont in ihrem White Paper die Unverzichtbarkeit von Tierversuchen, bekennt sich aber auch zur besonderen Verantwortung für die Versuchstiere. mehr
 

 

Allgemeine Informationen zu Tierversuchen

Informationsinitiative „Tierversuche verstehen” Initiative der Allianz der Wissenschaftsorganisationen, die umfassend und faktenbasiert über Tierversuche an öffentlich geförderten Forschungseinrichtungen informiert.

DFG „Tierversuche in der Forschung“ Die Broschüre der Deutschen Forschungsgemeinschaft liefert Zahlen und Informationen zu Einsatzbereichen von Tierversuchen sowie zu Möglichkeiten und Grenzen von Alternativmethoden.

Kompass Tierversuche 2022 Mit dem Kompass Tierversuche veröffentlicht die Initiative »Tierversuche verstehen« relevante Zusatzinformationen und Grafiken rund um die Tierversuchszahlen in Deutschland und Europa.

Pro-Test e.V. Unabhängige Initiative von Tierpflegern und Tierpflegerinnen, Studierenden, Forschenden und Tierärzten, die über Wissenschaft und Tierversuche in der Forschung informieren.

Animal Research Info ist eine englischsprachige Bildungsplattform für Studierende, Journalist:innen und die breite Öffentlichkeit, die von der britischen non-profit Initiative Understanding Animal Research (UAR) bereitgestellt wird.

Speaking of Research ist eine internationale Interessengruppe, die sorgfältig recherchierte Informationen über die Bedeutung der Forschung mit Tieren in den Bereichen Biomedizin, Verhaltens- und Biowissenschaften liefert.

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