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Dr. Asifa Akhtar
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Ken Lam, Post-Doc im Labor von Asifa Akhtar, erhält für seine herausragenden Forschungsarbeiten im Feld der Chromatin-Regulierung die Otto-Hahn-Medaille 2015.

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Video

Asifa Akhtar – How Does the Enzyme MOF Work as a Molecular Bridge between Epigenetics and Metabolism?

Asifa Akhtar berichtet von den neuesten Erkenntnisse über das Enzym MOF. Ihre Studien konnten zeigen, dass MOF nicht nur im Zellkern, sondern auch in den Mitochondrien zu finden ist. Dies bietet eine ganz neue Perspektive auf die Frage, wie Veränderungen der Umwelt, den Stoffwechsel und gleichzeitig auch die Expression wichtiger Genen beeinflussen.

MPG ehrt Aindrila Chatterjee mit Otto-Hahn-Medaille 

Preis für herausragende wissenschaftliche Leistungen

11. Juni 2018

Aindrila Chatterjee, ehemalige Doktorandin und Post-Doktorandin im Labor von Asifa Akhtar, erhält die Otto-Hahn-Medaille der Max-Planck-Gesellschaft 2018.
Aindrila Chatterjee, ehemalige Doktorandin und Post-Doktorandin im Labor von Asifa Akhtar, erhält die Otto-Hahn-Medaille der Max-Planck-Gesellschaft 2018. [weniger]

Dr. Aindrila Chatterjee erhält in diesem Jahr die Otto-Hahn-Medaille der Max-Planck-Gesellschaft (MPG) für ihre herausragende Dissertation mit dem Titel „On the roles of MOF & NSL complex in Mitochondrial Homeostasis“. Die Arbeit wurde betreut von Max-Planck Direktorin Asifa Akhtar und entstand am Freiburger MPI für Immunbiologie und Epigenetik.

In der nun von der MPG ausgezeichneten Promotionsarbeit konnte Aindrila Chatterjee eine ganz neue Facette des Enzyms MOF aufzeigen. Bekannt als klassischer epigenetischer Regulator steuert es im Zellkern die Expression wichtiger Gene. Neu ist jedoch, dass das Enzym auch eine Schlüsselrolle bei der Regulation mitochondrialen DNA einnimmt und so auch an der Steuerung des Zellstoffwechsels beteiligt ist. 

Mithilfe einer breiten Palette von Ansätzen aus Biochemie, Genetik und Konfokalmikroskopie gelang der Nachwuchsforscherin der entscheidende Brückenschlag, um das Enzym MOF als einen dualen Transkriptionsregulator zu charakterisieren, der sowohl im Zellkern als auch in den Mitochondrien arbeitet. Im Zellkern steuert es sogenannte Haushaltsgene, die für zentrale Funktionen wie Zellteilung oder die Reparatur der DNA bedeutsam sind. In den Mitochondrien ist es an der Regulation von Genen beteiligt, die die Zellatmung kontrollieren und somit entscheidend für die Energiegewinnung in der Zelle sind.

Das Enzym MOF kontrolliert nicht nur die Genregulation im Zellkern, sondern steuert auch auch Gene der mitochondrialen DNA (mtDNA), die Teil zentraler Stoffwechselwege zur Energiegewinnung sind. Bild vergrößern
Das Enzym MOF kontrolliert nicht nur die Genregulation im Zellkern, sondern steuert auch auch Gene der mitochondrialen DNA (mtDNA), die Teil zentraler Stoffwechselwege zur Energiegewinnung sind. [weniger]

Diese Entdeckungen werfen ein ganz neues Licht auf das Enzym MOF und implizieren eine wichtige Verbindung zwischen Genexpression im Zellkern und der Kontrolle des Stoffwechsels in den Mitochondrien. Die Dissertation, die 2017 bereits mit dem Hans-Grisebach-Preis der Universität Freiburg ausgezeichnet wurde, hebt dementsprechend das Enzym als eine Art molekularen Brückenbauer zwischen Epigenetik und Stoffwechsel hervor. Damit ergeben sich ganz neue Perspektiven auf mögliche Wechselwirkungen zwischen Umweltveränderungen, die epigenetisch den Zellstoffwechsel beeinflussen und der Expression von Genen.

Die Otto-Hahn-Medaille wird Aindrila Chatterjee wie auch allen anderen Preisträgern anlässlich der 69. Jahresversammlung der Max-Planck-Gesellschaft in Heidelberg am 13. Juni 2018 verliehen. 

Biographie 

Aindrila Chatterjee, geboren in Indien, absolvierte ihr Studium am Bose Institute in Kolkata, Indien und wurde im Jahr 2011 Stipendiatin des PhD-Programms IMPRS-MCB am MPI für Immunbiologie und Epigenetik und der Universität Freiburg. Nach ihrem erfolgreichen Abschluss im Jahr 2016 war sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Labor von Asifa Akhtar tätig. 2018 wechselte Aindrila nach Heidelberg, wo sie sich der Forschungsgruppe von Prof. Matthias Hentze am European Molecular Biology Laboratory (EMBL) anschloss. Hier arbeitet sich weiter an der Erforschung von Transkriptionsfaktoren und deren Bedeutung für den Zusammenhang von Genregulation und Metabolismus.

Otto-Hahn-Medaille

Mit der Otto-Hahn-Medaille ehrt die Max-Planck-Gesellschaft (MPG) in jedem Jahr bis zu 30 NachwuchswissenschaftlInnen für ihre herausragenden wissenschaftlichen Leistungen. Die renommierte Auszeichnung ist nach dem deutschen Chemiker und Nobelpreisträger Otto Hahn benannt und soll besonders begabte Nachwuchs-wissenschaftler zu einer späteren Hochschul- oder Forscherkarriere motivieren. Der Preis ist mit einem Anerkennungsbetrag von 7500 Euro verbunden. Seit 1978 hat die MPG so mehr als 1000 Nachwuchswissenschaftler ausgezeichnet.

 
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