Wie fungiert das Enzym MOF als molekulare Brücke zwischen Epigenetik und Stoffwechsel? – Asifa Akhtar

11. April 2017

Alle Zellen unseres Körpers enthalten die gleiche genetische Information. Dennoch bestehen die verschiedene Teile des Körpers wie Leber, Herz und Augen aus sehr unterschiedlichen Zellen. Dies wird erreicht, indem in dne jeweiligen bestimmte Gene exprimiert und andere inaktiviert werden. Es ist bekannt, dass das Protein MOF bei diesem Prozess eine wichtige Rolle spielt: Die DNA liegt nicht einfach frei im Zellkern vor, sondern wird von Histonproteinen verpackt. Dort erleichtert MOF das Ablesen der in der DNA kodierten genetischen Information, indem es die Histone modifiziert. Asifa Akhtar beschreibt in diesem Video, wie die Forscher überrascht waren, als sie feststellten, dass das Enzym MOF bei Säugetieren nicht nur im Zellkern, sondern auch in den Mitochondrien, den Kraftwerken der Zelle, vorhanden ist. Um zu verstehen, welche Rolle MOF an beiden Orten spielt, setzte das Team Konfokalmikroskopie, biochemische und genetische Verfahren, um zu untersuchen, was passiert, wenn das Enzym aus der Zelle entfernt wird. Ihre Ergebnisse deuten darauf hin, dass MOF die Genexpression sowohl im Zellkern als auch in den Mitochondrien kontrolliert. Dies impliziert eine Verbindung zwischen Genexpression und Stoffwechselkontrolle, die eine neue Perspektive darauf eröffnen könnte, wie sich Veränderungen in der Umwelt, die den Stoffwechsel beeinflussen, auf die Genexpression auswirken können.

Das Video ist in englischer Sprache.

Auf latestthinking.org finden Sie nicht nur das Video, sondern auch zusätzlich Informationen wie Kapitelmarken, englische Untertitel, weiterführende Literatur und zusätzliche Videos von Asifa Akhtar.

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