Max-Planck-Azubipreis 2021

Biologielaborantin Kathrin Ganter erhält Auszeichnung der MPG

6. September 2021

Nach ihrer erfolgreichen Ausbildung zur Biologielaborantin am Max-Planck-Institut für Immunbiologie und Epigenetik (MPI-IE) erhält Kathrin Ganter den mit 750 Euro dotierten Azubipreis der Max-Planck-Gesellschaft für ihre herausragende fachliche und persönliche Entwicklung. Gratulation!

Kathrin Ganter (Mitte) erhält den Azubipreis der Max-Planck-Gesellschaft. Überreicht vom Geschäftsführenden Direktor des MPI-IE, Thomas Jenuwein (links), und in Anwesenheit des Ausbildungsleiters für Laborberufe am MPI: Herbert Holz (rechts)

Mit der Verleihung des Azubipreis ehrt die Max-Planck-Gesellschaft Auszubildende in ihren mehr als 80 Instituten, die sich durch besondere Leistungen ausgezeichnet haben. Zu den Preisträger:innen in diesem Jahr gehört auch Kathrin Ganter, die sich zur Biologielaborantin am MPI für Immunbiologie und Epigenetik in Freiburg ausbilden ließ.

Der Preis stellt den Abschluss einer erfolgreichen fachlichen und persönlichen Entwicklung dar, die für Kathrin 2018 am Institut begann. Angehende Biologielaborantinnen starten ihre Ausbildung am MPI direkt im Labor und lernen durch eine spezielles Rotationssystem bis zu fünf, unterschiedliche Forschungsgruppen und deren Themen kennen.

Forschen in der Ausbildung

„Das kann schon sehr herausfordernd sein. Durch die große Vielfalt an Forschungsfragen am Institut kommt man schon früh in Kontakt mit zahlreichen experimentellen Techniken und Modellorganismen,“ sagt Herbert Holz, Ausbildungsleiter Laborberufe am Institut. Die Themen am Institut reichen von der Frage nach der Rolle von Chromatin bei der Genregulation in Fruchtfliege, Maus und Mensch, über die Erforschung des Schwarmverhaltens angeborenen Immunzellen bis hin Stoffwechselnetzwerken von Immunzellorganellen. Schnell werden die Auszubildenden zu Expert:innen für PCRs, Gelelektrophorese oder Zellkulturen und wichtiger Teil der Forschungsgruppen. Neugier, Experimentierfreude und vor allem Geduld sind laut Ausbildungsleiter Holz wichtige Fähigkeiten für die praktische Arbeit in der Grundlagenforschung.

„Nach dem Abitur habe ich mich gegen ein Studium und für eine Ausbildung entschieden. Vor allem wollte ich praktisch arbeiten und auch der Gedanke endlich eigenes Geld zu verdienen hat natürlich eine Rolle gespielt,“ sagt Kathrin Ganter. Kombiniert wird die abwechslungsreiche Arbeit im Labor mit einer fundierten berufsbegleitenden Ausbildung in der Berufsschule, bei der Themen wie „chemisches Rechnen“ „Biotechnologie“ oder „Pharmakologie“, die theoretischen Grundlagen vermitteln.

„Kathrin hat sich während ihrer Zeit am Institut wirklich toll entwickelt. Sie häufte nicht nur umfassendes Fachwissen an und glänzte mit hervorragende Schulleistungen. Auch ihre persönliche Entwicklung und ihre Engagment rechtfertigen die Auszeichnung,“ betont Ausbilder Holz. Im Rahmen einer kleinen Feierstunde überreichte nun Thomas Jenuwein, Geschäftsführender Direktor am MPI-IE, im Namen des MPG-Präsidenten Martin Stratmann die Urkunde mit einem Preisgeld von 750 Euro.

Für die Zukunft hat Kathrin bereits Pläne geschmiedet und sich schließlich doch für ein Studium entschieden. Im Herbst wird sie in der Nähe von Freiburg ein Studium der Biotechnologie beginnen. Wir wünschen viel Erfolg.

Der Azubipreis

Der MPG-Azubipreis wird seit 2007 jährlich an bis zu zwanzig Auszubildende in den deutschlandweit 86 Max-Planck-Instituten verliehen. Bereits in zurückliegenden Jahren wurden erfolgreiche Auszubildenden des Instituts durch die MPG gewürdigt: Laura Kramps (2014), Theresa Cimentepe (2017) sowie Jule Friehs und Sophia Bares (2019). Das MPI-IE bietet neben der Promotion im wissenschaftlichen Bereich (IMPRS-IEM) auch vier Ausbildungsberufe an. Die Palette reicht vom Büromanagement, Tierpflege (Fachrichtung Forschung und Klinik), über Fachinformatik für Systemintegration bis hin zum/r Biologielaborant/in.

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